Manche Nachrichten machen uns beim Lesen einfach glücklich. Diese Liebesgeschichte von zwei Funkenflug-Mitgliedern gehört dazu. Sie ist so persönlich, ehrlich und witzig erzählt, dass wir sie gerne mit euch teilen möchten.
Alles beginnt mit einer hartnäckigen besten Freundin, einem alten Profil und einem ziemlich knappen „Hallo“.
Was daraus wird, erzählen die beiden am besten selbst. Vielleicht macht ihre Geschichte auch dir Mut, wieder offen für neue Menschen zu sein. Denn manchmal wird aus „Ich schau einfach mal“ viel mehr, als man erwartet 😉
Nicht gesucht, aber dennoch gefunden
Juli 2025
Seine beste Freundin zu ihm: „Du gehörst raus, endlich wieder unter die Leute! Meld dich doch bei Plattformen an, um wen kennen zu lernen.“
Er: Boah, das freut mich aber überhaupt nicht. Ich will nicht. Aber sie lässt nicht locker und „nervt“ mich jetzt schon echt lange damit. Na gut, dann meld ich mich halt mal wo an, damit sie a Ruh gibt. Mal schauen, welche es da so gibt … Hmm, Funkenflug, das klingt ganz okay … dann meld ich mich da mal an … dann schauen wir mal, welche Frauen es da so gibt …
Währenddessen
Sie: „Ich mag endlich wieder mehr Kontakte haben und meinen Freundeskreis erweitern. Und eine Beziehung will ich auch wieder. Das geh ich jetzt an, nur wie? Hmm, ich hab mich vor Jahren ja mal bei ‚Wiener Singles‘ angemeldet. Da konnte man doch auch einfach nur Leute für gemeinsame Freizeitaktivitäten suchen … Mal schauen, ob es meinen Account noch gibt … hey ja, ich komm da noch rein. Dann schau ich gleich mal, aber das mit der Partnersuche lass ich vorerst mal. Ich will endlich wieder was mit Gleichgesinnten unternehmen …“
Die beste Freundin hat einen sechsten Sinn
Er: In welchem Alter soll ich denn eigentlich suchen? Ich bin 46 … hmm, schauen wir mal bei 30 – 55. Wobei, nein, 30 ist ja viel zu jung. Und 55 ein bisschen zu alt für mich. Dann 35 – 50. Hmm, das ist irgendwie auch noch nicht wirklich so gut. 45 – 50? Hmm ja, das ist glaub ich ganz gut … okay, also dann 45 – 50. Mal schauen, wen es in diesem Alter so gibt.
Oh, zwei Frauen. Das ist überschaubar. Aber gut, dann schauen wir mal … hmm, klingen beide ganz nett. Soll ich beide anschreiben? Oder mal nur eine …? Wie tut man das jetzt? Keine Ahnung. Ich hab das ja noch nie gemacht, ich kenne mich da überhaupt nicht aus … ich frag mal meine beste Freundin, was sie meint und welche zu mir passen würde. Die hat ja einen sechsten Sinn für sowas …
Beste Freundin: „Die eine, die is nix, die kannst lassen, aber die andere, die passt, die is gut, die ist bodenständig. Die kannst nehmen.“
Er: „Glaubst du wirklich?“
Beste Freundin: „Ja, die ist gut, die passt für dich.“
Er: Okay, dann lächle ich sie mal an.
Ein Lächeln und ein ziemlich kurzes „Hallo“
Sie: Hey, da lächelt mich einer an! Mal ins Profil und auf die Fotos schauen … hahaha da sind ja sehr nette und witzige Fotos drinnen. Der wirkt ja sehr sympathisch. Dann lächle ich mal zurück und warte, dass er mir schreibt … Hmm, so was Blödes, da kommt keine Nachricht … was mach ich denn jetzt? … Na gut, dann schreib ich ihm halt mal …
Währenddessen
Er: Hey cool, sie hat zurück gelächelt! Hmm, wie tue ich denn jetzt? Wie schreibt man eine Frau richtig an? Keine Ahnung … ich schreib mal „Hallo“
Sie: Na super, das ist ja wieder mal eine tolle Nachricht. Die is ja noch kürzer und nichts sagender als das sonst so häufige „Hallo, wie geht’s dir?“ Das mag ich schon nicht, weil was soll man da groß drauf antworten, außer „gut, und dir“? Und klar, dass er da schneller ist mit dem Schreiben als ich mit meinem Roman, den ich grad begonnen hab … aber okay, dann muss ich meine Nachricht eben ein bisserl anpassen …
Er: Puhh, sie schreibt aber uuuurr lang … aber sehr nett, was sie so schreibt. Da muss ich gleich antworten.
Dem folgte ein stundenlanger Nachrichtenaustausch, ein sehr nettes Gespräch, erst sehr humorig und witzig, dann wurde es schnell tiefgründig. Außerdem stellten wir fest, dass wir uns für den gleichen Event in zwei Wochen angemeldet hatten.
Zwei volle Terminkalender und die Golden Girls
Er: Ich will sie aber unbedingt vorher noch treffen und kennen lernen, bevor wir zu dem Treffen fahren … ich frag sie mal, wie sie dazu steht und wann sie denn Zeit hätte …
Unser Versuch, einen passenden Termin zu finden, scheiterte leider, weil unsere beiden Terminkalender zu diesem Zeitpunkt sehr konträr waren. Durch die Entfernung von einer guten Autostunde kam vorerst mal nur das Wochenende infrage. Wo er verabredet war, hatte sie Zeit und wo sie Zeit hatte, war er schon verabredet. Und so ging auch ihr Vorschlag mit nächstem Samstag nicht, weil er da bereits einen Ausflug mit den Golden Girls geplant hatte.
(Die Golden Girls waren eine Runde rüstiger Pensionistinnen, mit denen er immer wieder samstags unterwegs war, schöne Ausflüge machte und mit denen es immer etwas zu lachen gab.)
Er: Verdammt, dann ist‘s nix mit vorher treffen und kennenlernen. Na gut, kann man nichts machen, dann lernen wir uns eben erst bei dem Event kennen.
Sie: Na geh, ur schade, ich hätte ihn schon sehr gerne vorher noch kennengelernt, aber kann man halt nichts machen.
Am Samstag war dann der Ausflug mit den Golden Girls in vollem Gange und im Laufe des Tages schrieben wir immer öfter miteinander.
Er beim Mittagessen: So ein Mist, ich will die Frau aber vorher kennen lernen. Ich muss mich da bei den Golden Girls jetzt mal ein bisschen ausklinken, während ich meine Mohnnudeln esse und mit der Frau weiterschreiben … nachdem wir ja vorher grad beschlossen haben, dass wir nach dem Essen heimfahren, wäre ich dann ja eigentlich schon früher daheim als geplant. Dann könnten wir uns ja vielleicht doch noch treffen. Ich frag sie mal …
Ganz spontan: ein Eis in Wien
Gesagt, getan und nachdem sie immer noch Zeit hatte, verabredeten wir uns kurzerhand für den Abend bei ihrem Lieblingseissalon in Wien.
Sie: „Aber nicht so lange, ich werd in letzter Zeit immer recht früh müde.“
Er: „Kein Problem“
Dann später auf der Heimfahrt vom Ausflug: Pfuhh, was soll ich da eigentlich anziehen?
Parallel dazu
Sie: Verdammt, was zieh ich an? Und soll ich mich noch schminken? Aber das mache ich ja sonst auch nicht. Nein, nix da, so ein Blödsinn. Ich zieh einfach T-Shirt, Rock und Sandalen an, ganz normal, wie sonst auch immer. Ist ja nur ein Treffen auf ein Eis …
Das wäre geschafft, ich bin am Weg zum Date, da denk ich mir ‚Was mach ich da eigentlich? Aber zu spät, ich hab mich mit ihm verabredet, er ist ja auch schon unterwegs, fährt extra von da draußen nach Wien rein, jetzt kann ich nicht mehr absagen. Jetzt „muss ich da eben durch“‘ und stehe ein paar Minuten später am vereinbarten Treffpunkt.
Parkplatzsuche und der erste Eindruck
Er: So, endlich in Wien angekommen … verdammt, warum kann ich da auf der Mariahilferstraße nirgends parken? Das hab ich von früher ganz anders in Erinnerung. Dann irgendwo in eine Seitenstraße abgebogen … ah, da ist ein Parkhaus, sehr gut, schnell rein … fragt mich dort der Parkplatzwächter: „Wie lange willst parken?“
Er: „Keine Ahnung, ich treff mich mit einer Frau, das kann 10 Minuten dauern oder auch 3 Stunden.“
Parkwächter: „Ja, aber nix Bankomat, nur Barzahlung. Und um 10 Uhr sperr ich zu.“
Er: Auch das noch, ich hab grad kein Bargeld eingesteckt. Aber gut, muss ich dann eben noch schnell zum Bankomaten …
„Passt“
Gut, Parkplatzproblem gelöst, endlich auf zum Treffpunkt … aber verdammt, wo war das noch? Mal schnell das Handy Navi stellen … uiiii, da steht sie schon. In natura sieht sie viel besser aus als auf den Fotos. Die Frau gefällt mir, die mag ich.
Sie: Oh, ich glaub, dort kommt er, schnell wegschauen und aus dem Augenwinkel schauen, wie er ausschaut, dass es nicht so auffällig ist … ja, sehr fesch, gefällt mir …
Ein ganzer Kasten voll nix zum Anziehen
Nach einer kurzen Begrüßung suchten wir uns einen freien Tisch und bestellten jeder einen Eisbecher.
Er: Was red ich jetzt bloß mit ihr? Hmm, da fällt mir was ein. Ich könnte ihr von meinem Problem erzählen …
„Ich hatte vorhin ja ein weibliches Problem bei den Vorbereitungen für das Date.“
Sie etwas beunruhigt und alarmiert: Oh oh, was kommt da jetzt??
Er: „Ich hatte einen ganzen Kasten voll nix zum Anziehen.“
Woraufhin sie erleichtert in schallendes Gelächter ausbrach! Damit war das Eis gebrochen! Die nächste Stunde verging wie im Flug. Wir lachten die ganze Zeit und unterhielten damit auch gleich noch den ganzen Eissalon. Viele freuten sich mit uns, dass wir so viel Spaß und gute Laune hatten. Und einige steckten wir mit unserem Lachen sogar an.
Ein Spaziergang, der noch lange nicht endet
Später
Sie: „Wollen wir einen kleinen Spaziergang machen?“
Er: „Ja, sehr gerne.“
Die Gespräche liefen dabei ganz von selbst, streiften die unterschiedlichsten Themen und gingen in die Tiefe, aber wir lachten und blödelten auch immer wieder herum. Es war, als kennten wir uns schon ewig und so ging es plötzlich schon auf 22 Uhr zu …
Er: „Das Parkhaus schließt gleich, ich muss das Auto holen und umparken. Aber ich brauch vorher noch einen Bankomaten.“
Sie: „Kein Problem, da gibt es einen in der Nähe und zum Parkhaus ist es auch nicht weit.“
Auf dem Weg dorthin begegneten wir einem Rosenverkäufer.
Er: „Kann ich auch mit Bankomat zahlen?“
Rosenverkäufer ganz entgeistert: „Nein, nur Bargeld.“
Er: So was Blödes, wenn ich Bargeld hätte, würde ich ihr sofort eine Rose kaufen.
Also zogen wir weiter und gingen nach dem Bankomaten zum Parkhaus.
Er: Ich geh rein, will das Auto „auslösen“, fragt mich der Typ …
Parkplatzwächter: „Zahlst du bar oder mit Karte?“
Er: Das ist jetzt nicht sein Ernst! Ich verfall gleich! Dann hätte ich gar nicht extra einen Bankomaten suchen müssen!!! Aber egal. Ich zahl, fahr mit dem Auto raus und hab Glück, dass genau nach der Ausfahrt ein Parkplatz frei ist.
Hoffentlich ist das jetzt nur nicht das Ende unseres Dates … nein, Glück gehabt, es geht weiter!
Wir gingen noch in ein Lokal was trinken, spazierten wieder eine Weile durch die Seitengassen und setzten uns schließlich auf eine Parkbank, wo wir noch eine ganze Weile plauderten, bis ihr um 1:30 Uhr morgens – nach 6 Stunden! – kalt wurde. Also beschlossen wir schweren Herzens, unser Treffen zu beenden.
Er: „Du musst mich jetzt nur bitte wieder zum Auto bringen. Ich kenn mich da ja nicht aus und find es sonst nicht mehr.“
Eine Rose? Ein ganzer Strauß!
So gingen wir wieder in Richtung Parkhaus, als uns der Rosenverkäufer von vorhin zum 2. Mal an diesem Abend entgegenkam.
Er ganz erfreut zum Rosenverkäufer: „Hey super, jetzt hab ich Bargeld. Was kostet eine Rose?“
Rosenverkäufer: „Nimmst du ganze Strauß, kriegst du um 20.“
Er zu ihr: „Such dir eine Farbe aus.“
Sie total perplex, weil sie überhaupt nicht damit gerechnet und den Wortwechsel zwischen den beiden nicht mitverfolgt hatte: „Ohhh, ahhh, hmmm, dann weiß.“
Und so war sie komplett geflasht, als ihr der Rosenverkäufer statt der erwarteten einen Rose gleich den ganzen Strauß in die Hand drückte.
Beim Auto angekommen, verabschiedeten wir uns voneinander, vereinbarten aber vorher noch, dass wir in Kontakt bleiben und uns wieder schreiben und sehen wollten.
Er später total überrascht: Pfuhh, endlich daheim, schon 3 Uhr! Ich bin hundemüde, aber es war ur schön!
Schon am nächsten Tag ein Wiedersehen
Er „etwas später“: Wer schreibt mir am Sonntag um 8:00 Uhr morgens schon eine SMS?
Er nach einem Blick aufs Handy, plötzlich hellwach und fast senkrecht im Bett stehend: Hurra, das ist die Frau von gestern. Und sie schreibt auch noch, sie würde unsere Gespräche von gestern gerne fortsetzen und was ich heute vorhätte.
Nachdem er Zeit hatte, verabredeten wir uns noch für denselben Tag.
Sie: „Aber heute wirklich nicht so lang wie gestern. Ich muss morgen ja früh aufstehen und arbeiten.“
Er: „Ja gut, ich ja auch! Hauptsache, wir sehen uns wieder.“
Und so trafen wir uns mittags bereits wieder für einen Spaziergang im Schlosspark Schönbrunn. 6 Stunden später mussten wir uns dann leider schon wieder voneinander verabschieden, haben uns aber gleich für den Donnerstag darauf verabredet.
Die Fragen fürs erste Date kommen erst beim dritten
In den Tagen bis dahin schrieben wir täglich mehrmals miteinander und stellten dabei fest, dass wir schon über so viele ganz persönliche Dinge gesprochen hatten, über die man normalerweise eigentlich erst viel später spricht, wenn man sich schon besser kennt, aber über die typischen „erstes Date-Fragen“ wie „Was sind deine Hobbys? Was ist deine Lieblingsfarbe? Was isst du gerne?“ überhaupt noch nicht. Also beschlossen wir, dass jeder erstes Date-Fragen vorbereitete, die wir uns dann am Donnerstag beim Treffen stellen und beantworten konnten. Und so verlief auch unser 3. Date am Donnerstag ganz toll.
Vom ersten Eis zum Heiratsantrag

Es folgten noch ganz viele weitere. Wir sahen uns immer öfter, verbrachten die Wochenenden zusammen und auch immer mehr Zeit unter der Woche.
Ein halbes Jahr später zogen wir zusammen. Nach einem guten Jahr folgte dann unser erster gemeinsamer Urlaub, wo er ihr einen wunderschönen und romantischen Antrag machte.
Jetzt sind wir verlobt und im nächsten Juli heiraten wir.
Was lernen wir daraus?
Manchmal lohnt es sich, auf die beste Freundin zu hören. Oder selbst die erste Nachricht zu schreiben. Und ein Treffen auf ein Eis sollte man sicherheitshalber nicht zu knapp einplanen. 😉
Wir danken euch beiden für diese wunderbare Geschichte und wünschen euch eine wunderschöne Hochzeit und ganz viel Glück für eure gemeinsame Zukunft! ❤️
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Und wie beginnt deine Geschichte?
Bei den beiden hat tatsächlich ein einfaches „Hallo“ gereicht. 😉 Unser Tipp: Mach es deinem Gegenüber etwas leichter und greif in deiner ersten Nachricht etwas aus dem Profil auf. Eine gemeinsame Leidenschaft oder eine interessierte Frage bieten gleich Gesprächsstoff.
Du suchst noch nach einem guten Einstieg? Hier findest du unsere Tipps für die erste Nachricht.
Vielleicht ist jetzt der Moment, selbst loszuschreiben?
Für Restaurantbesuche, neue Kleidung oder den nächsten Urlaub geben wir oft ganz selbstverständlich Geld aus. Wenn es ums Kennenlernen geht, überlegen wir manchmal länger. Dabei kann sich auch hier ein kleiner Schritt lohnen.
Vielleicht hast du bei Funkenflug schon jemanden entdeckt, dem du gerne schreiben würdest? Mit Premium kannst du direkt Kontakt aufnehmen und unbegrenzt Nachrichten austauschen. Manchmal reicht eine einzige Buchung, um etwas anzustoßen, das ein Leben lang bleibt. Eine Garantie gibt es natürlich nicht. Aber diese Geschichte zeigt, was daraus werden kann. ❤️
Wir wünschen dir viel Freude beim Kennenlernen und vielleicht schon bald deine eigene kleine Liebesgeschichte!






Gratuliere!
Super Geschichte, so muss es sein. Immer auf die besten Freundinnen hören und Männer ! nicht nur immer 10 Jahre jünger suchen-;))