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https://pipalfinedining.eatbu.com
Neues Restaurant in Heumaden
:
Ohne Butter Chicken geht es nicht
Das Pipal verspricht „fine Indian dining“ – und genau das bekommt man in dem ungewöhnlichen Lokal im Wohngebiet in Heumaden.
Diese Rubrik bringt einen manchmal an Orte in der Stadt, die man sonst wahrlich nie besucht hätte: das Wohngebiet von Stuttgart-Heumaden ist so einer. Ein Leser hat uns auf diese Neueröffnung hingewiesen. Und auch wenn derzeit viele indische Restaurants in der Stadt eröffnen, ist dieses hier tatsächlich etwas anders.
In der Unterzeile wird es als „Fine Indian Dining“ bezeichnet, nicht zu verwechseln mit „Fine Dining“. Es ist keine Gourmetküche, aber durchaus sehr feine indische Küche. Das ist ungewöhnlich, noch interessanter ist die Lage des Restaurants: in einem Wohngebiet in Heumaden ist es im Untergeschoss eines Mehrfamilienkomplexes untergebracht. Was aber gleich auffällt: die Gäste kommen von überall her. Dass es sich im Pipal gut speisen lässt, scheint sich herumgesprochen zu haben. Pipal ist ein Feigenbaum auf dem indischen Kontinent, der dem Restaurant Glück bringen soll.
Das Ambiente ist schlicht und zweckmäßig, die Tische und Stühle dunkel, die Wand mit einer Wischtechnik gestaltet. Die Karte offeriert auf den ersten Blick genau das, was man von einem indischen Restaurant außerhalb Indiens erwartet: Mango Lassi beispielsweise, das Inder immer wieder wundern lässt, warum das hier so beliebt ist. Empfehlenswert ist Namkeen Lassi (4 Euro) ein salziges Joghurtgetränk. Das könnte bei etwaigen hohen Schärfegraden auch beim Löschen helfen.
Der Koch ist aus Nordindien. Aber hier in Europa, genauer in Deutschland, in Stuttgart-Germany, in einem Wohngebiet in Heumaden, da muss er Zugeständnisse machen: Ohne Butter Chicken geht es eben nicht. Die versierte, freundliche Bedienung und zugleich Inhaberin Yasmin Bhargav – wie sich im Nachhinein herausstellte – empfiehlt stattdessen, das Chicken Tikka Masala (18,00 Euro) zu probieren. Recht hat sie. Das ist eine sehr gute Wahl, das Fleisch zart, der Reis fluffig, die Gewürze fein abgestimmt. Gestartet wird aber erst einmal mit Chili Paneer Bites (9 Euro): der Käse Paneer wird gut gebraten und mit Paprika und roten Zwiebeln in einer süß-sauren Chili-Soja-Soße serviert. Die ist so gut dosiert, dass hier nichts ertränkt wird. Die Samosa, die als Vorspeise zum vegetarischen Thali (28 Euro) auf den Tisch kommen, sind leider etwas zu teigig, geschmacklich aber gut. Ansonsten sollte man sowieso alles machen, was die herzige Inhaberin empfiehlt: zum Beispiel nicht zu viel bestellen. Das buttrige Naan aber aus dem Tandoor (5 Euro), der wunderbare Gurkenraita (5 Euro) wären absolut nicht verzichtbar gewesen. Die Puri hingegen schon, weil sie schon nach kurzer Zeit in sich zusammenfallen. Das Gute: alles, was man nicht schafft, wird eingepackt
Die Bewertung
Essen: **
Service: **
Atmosphäre: *
Legende ** = herausragend, *= überdurchschnittlich, * = gut, *= Luft nach oben, = viel zu verbessern
Die Beurteilung berücksichtigt auch das Preis-Leistungs-Verhältnis. Das günstige Lokal um die Ecke wird nach anderen Kriterien bewertet als ein Sternerestaurant. Der Test gibt Aufschluss über die Tagesform der Küche.
Anmeldeschluss Sonntag, 08.11.2026 00:00 Uhr
Kosten
Essen und Trinken
Altersbeschränkung ab 50 Jahre bis 63 Jahre
Teilnehmer Keine Teilnehmer
Max. Teilnehmer 5 (5 freie Plätze)
Max. Begleitpersonen 1
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