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Montag, 19. Oktober 2026, 19:00 Uhr
Referent: Dr. Walther Ziegler, München
Spinoza und der Gott Einsteins
Der berühmte niederländische Philosoph Spinoza (1632-1677) hatte einen radikalen Kerngedanken: Die Natur und Gott seien ein und dasselbe - eine gewaltige, unpersönliche Kraft, die nicht in das Leben der Menschen eingreife. Das Universum folge lediglich seinen eigenen ehernen Naturgesetzen; denn, so Spinoza, „die Macht der Natur ist eben die Macht Gottes (...)". Als Albert Einstein gefragt wurde, ob er an Gott glaube, antwortete er: „Ich glaube an Spinozas Gott, der sich in der geordneten Harmonie des Bestehenden offenbart, nicht an einen Gott, der sich um Schicksale und Taten der Menschen kümmert." Das Universum ist uns gegenüber also gleichgültig, dennoch, so Spinozas faszinierende These, können und sollen wir das Universum „lieben".
Wie aber ist das möglich? Spinoza gibt uns Antwort.
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