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»Die globalisierte Konsumgesellschaft muss scheitern. Sollten wir daher nicht alles Mögliche tun, uns geistig und emotional auf die Improvisation von Rettungsflößen vorzubereiten?« Inspiriert von der tragischen Geschichte um »Das Floß der Medusa«, zeigt Wolfgang Schmidbauer, wie die Gesellschaft heute besser sein kann als die Besatzung der »Medusa« vor über 200 Jahren. Der Kapitän hatte damals alle Warnungen ignoriert und die Fregatte auf eine Sandbank gesteuert. Dann beanspruchten die Offiziere den viel zu knappen Raum auf den Rettungsbooten und versprachen, den Rest der Passagiere auf einem eilig gezimmerten Floß an Land zu schleppen - und brachen ihr Versprechen. Das Floß war eine Lüge der Mächtigen: Hunger, Kannibalismus und wütende Kämpfe um die verbliebenen Ressourcen führten in die Katastrophe.
Wolfgang Schmidbauer zeigt überraschende Parallelen zu unserem eigenen Umgang mit den existenziellen Krisen der Gegenwart - die Passagiere auf dem wackeligen Floß: das sind wir alle. Der Autor analysiert die Lähmungen, welche der Kapitalismus unserer Psyche zumutet, und fordert uns auf, Gruppen zu bilden, gemeinsam zu lernen und verschüttete Begabungen freizulegen. »So können wir tragfähige Flöße bauen und eine von unseren eigenen Irrtümern verwüstete Erde neu beleben.«
Schmidbauer studierte Psychologie und promovierte 1968 über »Mythos und Psychologie«. Gegenwärtig arbeitet er als Lehranalytiker und Paartherapeut in München. Er veröffentlichte über vierzig Bücher, darunter die Best- und Longseller Hilflose Helfer, Die Angst vor Nähe, Alles oder nichts. Im ZEITmagazin erscheint seine wöchentliche Kolumne "Die großen Probleme der Liebe".
Gebühr wird an der Abendkasse bezahlt. Platzreservierung über die vhs.
Homepage:
www.vhs-nord.de
Kosten
6 €
Teilnehmer 1 (keine Männer und eine Frau )
Max. Teilnehmer Keine Teilnehmerbegrenzung
Max. Begleitpersonen Keine Begleitpersonen
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