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ab 18:30-20:00 Uhr
Mit dem Jugendroman Rulaman erhielt die Steinzeit im späten 19. Jahrhundert ein literarisches Gesicht, das Generationen prägen sollte. David Friedrich Weinland entwarf darin eine dramatische Erzählung über das Leben eines jungpaläolithischen Stammes auf der Schwäbischen Alb – eine Mischung aus wissenschaftlicher Neugier, romantischer Naturvorstellung und kolonialzeitlich gefärbten Deutungsmustern.
Beschreibung
Das Buch traf den Geist seiner Zeit: Im 19. und frühen 20. Jahrhundert suchte man nach Ursprüngen, nach einfachen, „naturnahen“ Lebensformen, die als Gegenbild zur industrialisierten Moderne dienten. Archäologische Funde wurden dabei häufig mit viel Fantasie ergänzt, und die Steinzeit diente als Projektionsfläche für Ideale wie Gemeinschaft, Mut oder Ursprünglichkeit.
Rulaman wurde so zu einem zentralen kulturellen Vermittler prähistorischer Vorstellungen. Schulklassen lasen es über Jahrzehnte, Heimatmuseen griffen Motive auf, und selbst wissenschaftliche Debatten wurden von solchen populären Bildern begleitet. Doch was zeigt uns ein solcher Roman in der Gegenwart?
Hinweise:
Die Veranstaltung ist kostenfrei.
Wegen des regen Interesses ist eine Anmeldung unter archiv@kirchheim-teck.de erforderlich.
Kosten
Keine
Altersbeschränkung ab 50 Jahre
Teilnehmer Keine Teilnehmer
Max. Teilnehmer 5 (5 freie Plätze)
Max. Begleitpersonen Keine Begleitpersonen
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