RETRO CLASSICS 2026, Stuttgart
🚗 Retro Classics Stuttgart 2026 – Zwischen Kindheitshelden und Katzenstreifenwagen
Die Retro Classics Stuttgart hatte dieses Jahr alles, was das Herz begehrt:
Chrom. Lack. Geschichten. Männer mit Kennerblick. Und Menschen, die sehr lange vor Motorhauben stehen und bedeutungsvoll nicken.
Doch fangen wir vorne an.
🏁 Kapitel 1: Das getunte Polizeiauto – „Tune it!“ aber bitte richtig
Mitten in der Halle stand es.
Ein Polizeifahrzeug, das vermutlich mehr Leistung hatte als mein gesamter Lebenslauf.
Blau. Gelb. LED-Lichtbalken mit der Botschaft „TUNE IT!“.
Ein Auto, das gleichzeitig „Ordnungshüter“ und „Ich habe 600 PS“ schrie.
Man wusste nicht genau:
Sollte man sich daneben stellen und salutieren?
Oder lieber fragen, ob es eine Probefahrt gibt?
Die Ironie war perfekt:
Ein Hochleistungs-Showcar im Polizeikleid – so brav und so böse zugleich.
Ich schwöre, selbst der Messeboden hatte Respekt.
🐱 Kapitel 2: Die inoffizielle Katzen-Polizei
In meiner inneren Filmversion saßen übrigens keine Polizisten im Wagen,
sondern zwei Katzen.
Ernst. Konzentriert.
Bereit, jedes verdächtige Stück Käse zu konfiszieren.
Und ganz ehrlich?
Das hätte perfekt gepasst.
💛 Kapitel 3: Und dann stand er da. Herbie.
Und plötzlich war ich wieder fünf.
Nicht irgendein Käfer.
Nicht irgendein Oldtimer.
HERBIE.
Der echte.
Beziehungsweise zwei echte. Zwei Filmautos waren da.
Und ich stand davor und dachte:
„Du hast mir damals beigebracht, dass Autos Seele haben.“
Während andere über Originalzustand, Matching Numbers und Restaurationsdetails diskutierten, stand ich da wie ein Kind mit großen Augen.
Ich bin ihm sogar zweimal begegnet.
Fast so, als wollte er sagen:
„Na? Immer noch verliebt in Autos?“
Ja. Bin ich.
🍝 Kapitel 4: Das Messe-Nachspiel
Wie es sich gehört, endete der Tag italienisch.
Mit Gesprächen, die zwischen PS-Zahlen und Pasta schwankten.
Es wurde diskutiert, gelacht, gefachsimpelt –
und natürlich wurden in Echtzeit Beweisfotos aus diversen Handygalerien nachgereicht.
Schließlich darf kein besonders schönes Felgendesign ungesehen bleiben.
🏆 Fazit
Die Retro Classics war kein Messebesuch.
Sie war eine Zeitreise.
Zwischen:
Kindheitshelden
Tuning-Exzessen
Polizeiautos mit Identitätskrise
und dieser warmen Gewissheit, dass man nie aufhört, sich zu begeistern.
Und irgendwo zwischen Herbie und dem LED-Lichtbalken habe ich gemerkt:
Man wird vielleicht älter.
Aber die Liebe zu Autos bleibt.